Pokervarianten
Autor: QuantumStraight | Datum: Di. 7. August 2007
| Quelle: Pokerplanet![]()
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Poker gibt es in vielen Varianten. Bei allen Unterschiedlichkeiten ist ihnen eins gemeinsam:
- Spieler erbringen einen Einsatz, meistens in Form von Geld.
- Die beste Hand, d.h. die beste Kombination aus fĂĽnf Karten, gewinnt den gesamten Einsatz, den pot.
- Ist ein Spieler an der Reihe, kann er betten (setzen/wetten), callen (mitgehen), raisen (erhöhen), checken (schieben) oder folden (passen).
Texas Hold’em
Die derzeit populärste Variante Texas Hold’em ist sowohl im Fernsehen, im Internet als auch bei den Poker World Championships das Spiel der Spiele.
Jeder Spieler bekommt zunächst zwei verdeckte Karten, die hole cards oder pocket cards und die erste Wettrunde beginnt. Danach legt der dealer im sogenannten flop drei community cards (Gemeinschaftskarten) offen auf den Tisch. In den nächsten beiden Wettrunden kommt jeweils eine weitere Karte hinzu, der turn und der river, so dass am Ende fünf Gemeinschaftskarten auf dem Tisch liegen. Jeder Spieler darf nun aus seinen beiden verdeckten Karten und den Gemeinschaftskarten die bestmögliche „Hand“ aus fünf Karten kombinieren. Dabei ist es ihm überlassen, zwei, eine oder gar keine seiner ursprünglichen Karten zu verwenden.
Es gibt verschiedene Varianten von Texas Hold’em, die sich durch die Art der Wetteinsätze unterscheiden:
Limit
Der Einsatz und die Erhöhungen sind auf einen vorher genau definierten Betrag festgelegt. Bei einem 20/40 Limitspiel ist der Einsatz vor und während dem flop auf 20 begrenzt. Ein einzelner Spieler kann auch nur um 20 erhöhen, wobei die Anzahl möglicher Erhöhungen durch alle Spieler auf vier begrenzt ist. In den Wettrunden turn und river verdoppelt sich der Betrag, der Mindesteinsatz und die jeweilige Erhöhung beträgt nun 40. Auch hier ist das Spiel auf insgesamt vier Erhöhungen begrenzt.
Pot Limit
Ein Spieler kann einen Betrag setzen, der minimal der Höhe des big blinds (der Einsatz, der erbracht werden muss, ohne die Karten vorher gesehen zu haben) und maximal der Höhe des Pots entspricht. Diese Regel gilt auch für alle möglichen raises. Beispiel: Es wird eine 10/20 Pot Limit Partie gespielt. Zwei Spieler haben bereits 20 eingesetzt und der dritte Spieler will erhöhen. Er muss nun mindestens 40 setzen, maximal kann er 110 setzen.
No Limit
Bei dieser Variante kann jeder Spieler ohne Rücksicht auf irgendwelche Einschränkungen zu jedem Zeitpunkt des Spiels seine gesamten Chips setzen. Der Mindesteinsatz entspricht auch hier dem einfachen big blind. Hat ein Spieler zum Beispiel 500 in Chips und es wird 5/10 No Limit gespielt, kann er also irgendeinen Betrag zwischen 10 und 500 setzen.
Five Card Draw
Die klassische Poker-Variante. Nachdem die Spieler ihren Mindesteinsatz (ante) erbracht haben, werden ihnen fĂĽnf verdeckte Karten zugeteilt. Es folgt eine erste Wettrunde. AnschlieĂźend kann jeder Spieler bis zu vier Karten tauschen. Erneut wird gesetzt und dann folgt der Showdown, in dessen Verlauf die im Spiel verbliebenen Spieler ihre Karten offen legen.
Omaha
Die Texas Hold’em Variante. Wie beim Hold’em bekommen die Spieler zunächst verdeckte Karten und danach die Gemeinschaftskarten. Es gibt ebenfalls vier Einsatzrunden. Omaha unterscheidet sich von Texas Hold’em in zweierlei Hinsicht. Erstens bekommt jeder Spieler vier verdeckte Karten. Zweitens muss jeder Spieler mindestens zwei seiner verdeckten Karten zur bestmöglichen Kombination nutzen. Aufgrund dieser Regelung sind Omaha Partien gemeinhin lebhafter als Texas Hold´em Runden. Außerdem sind die „Gewinnerhände“ in der Regel höher.
Seven Card Stud
Beim Stud Poker spielt der Spieler ausschließlich mit seinen eigenen Karten. Wie der Name schon andeutet, bekommt jeder Spielteilnehmer sieben Karten. Nach dem Mindesteinsatz erhält der Spieler zwei verdeckte Karten und eine aufgedeckte – die sogenannte door card. Anschließend bekommt er drei weitere aufgedeckte Karten und schließlich eine letzte und siebte verdeckte Karte. Zwischen jeder Karte wird gesetzt.
Doch anders als beim Hold’em, bei dem in einer festgelegten Reihenfolge gesetzt wird, beginnt beim Seven Card Stud der Spieler mit der niedrigsten Karte auf der Hand. In den folgenden Einsatzrunden wechselt dann das Recht zu setzen an denjenigen der die beste Hand vor sich liegen hat.
Omaha/8 und Seven Stud/8
Bei Omaha und Seven Card Stud gibt es high-low split Varianten. Der Begriff split bedeutet Teilung, d.h. der pot teilt sich zwischen der höchsten und der niedrigsten Hand auf. Findet sich keine akzeptable niedrige Hand (Karten nicht höher als 8), dann gewinnt die höchste Hand den gesamten pot.
Um sich für die niedrige Seite des pot zu qualifizieren, braucht man eine Hand aus 5 Karten, in der es keine Paare geben darf und dessen höchste Karte eine 8 oder kleiner sein muss. Die beste niedrigste Hand heißt wheel und besteht aus As, 2, 3, 4, 5. Sie kann als Straße natürlich auch die höchste Hand im Spiel sein.
Split games gewinnen zunehmend an Popularität. Weil Spieler gleichzeitig auf hohe und niedrige Hände bauen, sind diese Spiele meist sehr dynamisch und der pot wächst schnell an.
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