Pokerspieler Klassifikation
Autor: QuantumStraight | Datum: Di. 26. Juni 2007
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Vorwort:
Ein sehr wichtiger Punkt beim Pokerspiel ist es, das Sie ihre Gegner genauestes während des Spiels beobachten. Denn jeder Gegner hat seine persönlichen Eigenheiten, seinen eigenen Spielstil und ein bestimmtes Spielverhalten, das er an den Tag legt. Dies zu erkennen und für sich zu nutzen, wird Ihnen bares Geld einbringen.
Auch wenn dieses Thema ein sehr wichtiger Punkt ist, werde ich hier dennoch nicht all zu sehr ins Detail gehen. Ich werde Ihnen hier einen groben Überblick verschaffen über die Spielstile sowie das Spielverhalten Ihrer Gegner. Ich werde Ihnen eine Einteilung der Spielertypen an die Hand geben und Ihnen auch Informationen liefern, wie Sie gegen die verschiedenen Spielertypen am besten spielen sollten.
Natürlich sollten Sie diese Einteilung nicht als statisch betrachten. Die meisten Spieler bewegen sich irgendwo dazwischen und variieren ihr Spiel auch. Aber dennoch können Sie in den meisten Fällen Ihren Gegner einem Grundtyp zugeordnen und Sie können ensprechend gegen ihn spielen.
Wichtig ist, das Sie sich über den Spielstil und die Eigenheiten Ihres Gegners genaueste Notizen machen, da es nicht nur auf die hier genannte Klassifikation ankommt, sondern darüberhinaus viele andere Merkmale an Ihrem Gegner gibt, die bares Geld Wert sind. Mehr hierzu können Sie im Artikel “Spieler Notizen während des Pokerns” nachlesen.
Gut. Fangen wir also an.
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Spielstile:
Generell gibt es beim Poker zwei Spielstile. Nämlich “Tight (konservativ)” und “Loose (locker)”.
Ein tighter Spieler verfolgt eine relativ vorsichtige und zurückhaltende Spielweise. Er zeigt viel Geduld und wartet auf gute Starthände. Er versucht immer, nur ein kontrolliertes Risiko einzugehen.
Das Gegenteil dazu ist der loose Spieler. Dieser spielt viele Blätter, weil er entweder über gar keine Geduld verfügt oder weil er einfach nicht einschätzen kann, wann er mitgehen (callen) soll und wann nicht, oder aber er setzt dies gezielt als Strategie ein.
Spielverhalten:
Genau wie bei den Spielstilen unterscheidet man auch hier in zwei Kategorien. Nur heißen diese hier “Aggressiv” und “Passiv“.
Aggressiv bedeutet, das dieser Spieler bereit ist höhere Risiken einzugehen, er setzt (bettet) meistens oder erhöht (raist), vor allem dann, wenn er ein gutes Blatt in Händen hat. Seine Spielweise führt dazu, dass ein Teil der Mitspieler eingeschüchtert wird und manchmal unnötig folden. Gegen solche aggressive Spieler muss viel vorsichtiger gespielt werden, da sie immer versuchen, den Pot in die Höhe zu treiben. Und das kann bis zum Showdown ziemlich teuer werden.
Im Gegensatz zum aggressiven Spieler, spielt der Passive sehr vorsichtig. Er überlässt die Action im Spiel seinen Gegnern und wartet ab. Er geht immer davon aus, dass seine Gegner ein gutes Blatt haben könnten, und er geht eher mit (callem) als daß er erhöht (raised). Ein solcher Spieler kann leichter eingeschüchtert werden und liebt es überhaupt nicht, wenn die Einsätze in die Höhe gehen.
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Die unterschiedlichen Spielertypen:
Aus den oben genannten Spielstilen und Spielarten ergeben sich im Prinzip 4 verschiedene Spielertypen. Nachfolgend werde ich Ihnen diese etwas genauer vorstellen und Ihnen zusätzlich Informationen dazu liefern, wie Sie gegen jeden einzelnen Spielertyp spielen sollten.
Beachten Sie aber hierbei, daß dies nur eine grobe Einteilung der Spielertypen ist und das die empfohlene Spielweise gegen diese Spieler noch von vielen anderen Faktoren in der jeweiligen Spielsituation abhängig ist, wie z.B. der Position am Tisch, die Anzahl der Gegner und vieles mehr. Betrachten Sie also das nachfolgende als das was es ist, als grobe Einteilung die Ihnen helfen soll Ihre Gegner besser einzuschätzen.
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Loose/Passiv:
Den loose/passiven Spieler könnte man als armen Wicht oder Verlierer bezeichnen, denn er verliert in schön regelmäßiger Folge. Dieser Spieler wird Sie nie unter Druck setzen und Sie können ihn wie ein offenes Buch lesen. Diese sind auch bekannt als “Calling Stations”.
Dieser Spieler will um jeden Preis den Flop sehen. Und da er immer bis zuletzt hofft, doch noch seine fehlende Karte zu bekommen, bezahlt (callt) er viele Einsätze. Dieser Spielertyp blufft selten. Und WENN er mal erhöht (raist), dann sollten Sie sehr vorsichtig sein, denn dann hat er mit Sicherheit ein wirklich gutes Blatt auf der Hand.
Empfehlung:
Gegen einen solchen Spielertyp sollten Sie mit einer guten Hand immer aggressiv spielen und Sie werden sehen, er wird ihren Einsatz meistens callen. Da die Calling Station eigentlich immer mitgeht, macht es keinen Sinn zu bluffen. Im weiteren sollte Ihnen aber durchaus bewusst sein, dass diese Spieler aber immer wieder mal auch Glück haben und ihren Straight oder Flush usw. treffen.
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Loose/Aggressiv:
Der loose/aggressive Spieler kann einen wahnsinnig machen. Er liebt große Chipstable und hofft damit seine Gegner einzuschüchtern. Er liebt es zu stehlen und zu bluffen, in der Hoffnung sich den Pott zu holen. Er mag den Nervenkitzel des Gamblings und hofft, das der grosse Aufwand ihm einen grossen Gewinn einbringt.
Dieser Spielertyp ist absolut unberechenbar. Egal was dieser Spieler auf der Hand hat, er wird erhöhen (raisen). Eine solche Spielweise kann aber nur funktionieren an Tischen mit wenigen Gegnern. Denn an einem Tisch mit 10 Spielern gibt es in der Regel immer jemanden, der ein wirklich gutes Blatt auf der Hand hat und bis zum Schluss mitgeht.
Empfehlung:
Wenn Sie einen solchen Spieler am Tisch haben, haben Sie Geduld und lassen Sie sich nicht provozieren. Warten Sie auf ein gutes Blatt, mit dem Sie ihn ausspielen können. Sie können dann sogar soweit gehen, das Sie Einsätze seitens dieses Spieler provozieren und ihn dann Re-raisen. Aber denken Sie daran, dass dieser Spielertyp immer auch für eine unliebsame Überraschung gut ist. Ansonsten halten Sie sich einfach zurück, warten auf Ihre Chance und notieren sich in der Zwischenzeit genau die Spielweise und die Fehler dieses Spielers.
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Tight/Passiv:
Der tight/passive Spieler nimmt nur dann am Spiel teil, wenn er ein erstklassisches Blatt auf der Hand hat und sieht sich nur selten den Flop an. Er achtet meisten nur wenig oder gar nicht darauf, was die anderen Spieler am Tisch machen. Deshalb kann es manchmal passieren, das ein solcher Spieler von einem aggressiven Gegner erschreckt wird und sein Gewinnerblatt wegwirft, weil er glaubt er hätte nur das zweitbeste Blatt und der andere hätte ihn geschlagen.
Ein tighter/passiver Spieler hat z.B. Angst davor, das sein Gegner vielleicht ein Ass haben könnte, auch wenn vor dem Flop nicht geraist wurde. Dieser Spielertyp blufft in der Regel selten. Die Vorteile dieser Spielweise liegen aber klar auf der Hand. Solche Spieler setzen nur dann Geld ein, wenn der Gewinn des Pots wahrscheinlich ist und schützt so vor vorzeitigen Verlusten.
Empfehlung:
Gegen einen solchen Gegner sollten mit viel Vorsicht spielen, da er meistens nur mit guten Starthänden mitspielt. Auf keinen Fall sollten Sie mit einem schwachen Blatt mitgehen. Aber Sie sollten auch daran denken, das ein solcher Spieler unter bestimmten Umständen auch gut geblufft werden kann. Dieser Spielertyp ist leicht berechenbar und es dürfte Sie keine Mühe kosten, bei wenigen Spielern am Tisch auch mal seine Blinds zu stehlen.
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Tight/Aggressiv:
Der tight/agressive Spieler, der diesen Stil gut beherrscht, wird Sie im genau richtigen Moment unter Druck setzen. Er wird es nicht zulassen, dass Sie sich billig die nächste Karte anschauen können und dann Ihren Flush oder Ihre Straight zusammenhaben. Er wird Ihnen durch eine große Bet ihre Pot-Odds kaputtmachen.
Diese Spieler beobachten genauestens was am Tisch passiert. Sie haben viel Geduld, warten auf eine gute Hand und schlagen dann unbarmherzig zu. Durch ihre Spielweise erarbeiten sie sich den Respekt der Gegner und können dies bei Bedarf für Bluffs ausnützen.
Empfehlung:
Gegen diese Spieler ist es sehr schwierig zu gewinnen. Sie sollten nur mit einem wirklich guten Blatt gegen sie antreten. Sie müssen einfach viel Geduld mitbringen und sich keinesfalls nervös machen lassen. Deswegen ist es von grosser Wichtigkeit hier besonderns wachsam zu sein, um diese Spieler zu erkennen.
Tight/aggressive Spieler sind aber keineswegs unschlagbar und sind durchaus auch durchschaubar. Sie müssen einfach nur auf die richtige Gelengenheit mit einen guten Blatt warten. Versuchen Sie aber bloß nicht, diesen Spieler austricksen zu wollen. Wenn Sie allerdings merken, dass Sie das bessere Blatt halten, ihn also geschlagen haben, dann sollten Sie kräftig raisen. Er wird diesen Raise sicherlich respektieren, insbesondere dann, wenn er erkennt, dass Sie von seiner Sorte sind.
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