Bankrollmanagement Teil IV
Autor: QuantumStraight | Datum: So. 24. Juni 2007
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7. Das Stacksizemanagement (gilt nur für No-Limit-Hold’em)
Das Bankrollmanagement für No-Limit, und wir sprechen jetzt hier nur noch von No-Limit Poker, besteht aber nicht nur aus den bereits zuvor erwähnten Bestandteilen. Sondern, genau wie bei der Short-Stack-Strategy (SSS), gibt es auch hier so etwas wie ein StackSize-Management.
Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was ist das denn wieder für ein Blödsinn?
Nun, was ist der Unterschied zum reinen Bankroll-Management?
Das reine Bankrollmanagement hat als Ziel die Kapitalerhaltung. Es soll Sie davor schützen, Pleite zu gehen. Das StackSize-Management hingegen hat als Ziel die Profit- bzw. Kapitalmaximierung. Es soll Ihnen helfen, aus ihrem eingesetzten Kapital am Tisch das Optimum herauszuholen.
Als StackSize-Management bezeichnet man also die Handhabung des Stacks den man an den Tisch mitnimmt. Ich möchte hier nochmals betonen, das dies nicht von mir stammt aber das die hier empfohlene Art meine persönliche Vorgehensweise ist und wie ich damit umgehe.
Nun, was ist hierbei zu beachten und wie handhabe ich das?
- Ich gehe grundsätzlich mit dem vollen Stack an den Tisch. Also, mit dem vollen Buy-In. Das sind in der Regel 100 BB.
- Warum? Nun, stellen Sie sich vor, sie halten am Flop die Nuts-Straight und ein anderer Spieler bettet voll in Sie rein. Es wäre doch schade und unprofitabel, wenn Ihr Stack jetzt nur noch 30 BB groß wäre, anstatt 100 BB. Oder?
- Auffüllen des Stacks. Sobald mein Stack mehr als 10% unterhalb des Buy-Ins fällt, fülle ich diesen wieder voll auf.
- Warum? Nun, die Antwort darauf steht bereits unter Punkt 1.
- Verlassen oder Wechsel des Tisches. Ich verlasse den Tisch in der Regel, wenn ich einen Profit von ca. 20 BB gemacht habe, oder ich plötzlich der Big-Stack am Tisch bin. Oder ich wechsle den Tisch, wenn sich innerhalb der ersten 30 Minuten nichts tut.
- Warum? Nun, als erstes kann man sagen, das es ja im Grundsatz darum geht Profit zu machen, also Kapitalmaximierung zu betreiben. Andererseits will man aber auch die Risiken minimieren. Ich möchte das hier anhand von 2 Beispielen erläutern:
- Beispiel: Nehmen wir an, Sie sitzen seit einer halben Stunde am Tisch und haben einen Gewinn von 20 BB gemacht. Warum wollen Sie den Riskieren? Das sind 40 BB pro Stunde Profit. Bei NL 25 wären das 5 $. Also, ein Schnitt von $ 10 pro Stunde. Außerdem lassen Sie dadurch ihrem Gegnern weniger Zeit ihren Spielstil zu studieren. Beides also Risikominimierung bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung.
- Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben gerade ihren Stack verdoppeln können. Sitzen jetzt also als Big-Stack am Tisch. Plötzlich wollen Sie sich mal mehr den Flop anschauen, oder, das All-In des Small-Stacks kann man ja ruhig einmal Callen - kost ja nicht viel. Den Pre-Flop-Raise vom Spieler in erster Position callt man – man hat ja 6-6 auf der Hand und daraus wird bestimmt ein Set (Drilling).
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Sie können sicher erkennen, worauf ich hinaus will. Man geht unter diesen Umständen eventuell höhere Risiken ein und Schwups ist der Gewinn wieder dahin. Das hat weder was mit Gewinnmaximierung noch mit Risikominimierung zu tun. Und das muss doch nicht sein. Wenn Sie verdoppeln konnten, schön, aber dann verschwinden Sie vom Tisch und genieße es. Sie haben alles richtig gemacht.
Ausnahme: Nehmen wir an Sie sind der Big-Stack am Tisch, haben sich voll unter Kontrolle und gehen keine unnötigen Risiken ein. Sie sitzen an einem Tisch mit einigen Callingstations und Loose-aggressiven Spielern. Dann kann es sehr profitabel für Sie werden. Aber nur unter der Voraussetzung, das Sie diese Spieler gut beobachtet haben und wissen wie sie spielen. Ansonsten lassen Sie es einfach.
Das war`s. Mehr gibt es zum Thema Bankrollmanagement nicht zu sagen.
Ich hoffe, das ich Ihnen mit diesem Artikel weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen viel Erfolg
Hier können Sie nochmals alle Artikel zum Thema Bankrollmanagement wiederfinden: Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV
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