Geschichte der Spielchips
Autor: QuantumStraight | Datum: Di. 7. August 2007
| Quelle: Pokerplanet![]()
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Poker- und Spielchips: Die Geschichte
Spielchips haben eine lange Tradition. Für Spieler sind Chips in erster Linie ein Mittel, Gewinne und Verluste zu kontrollieren und Casinobetreiber sehen in ihnen vor allem eines: Bargeld. Für Sammler sind sie ein bedeutender Teil der Glücksspielgeschichte, Nostalgie und Kunst.
In den USA ist Poker seit der Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitet. Ob in Bars, Saloons oder auf Flussdampfern: vor allem im mittleren Westen der USA gaben sich Menschen aller Couleur dem Kartenspiel hin, das in seiner Urform eine Mischung der Spiele Poque (aus Frankreich) und Brag (aus England) war.
Als Geldeinheit der frühen Zeit des Poker dienten vor allem Münzen und Gold, doch diese wurden schon bald durch erste Chips aus Knochen, Holz und sogar Elfenbein ersetzt. Es verging nicht viel Zeit, bis findige Spieler Chips aus einem Ton-Schellack Gemisch erster professioneller Hersteller mit an die Spieltische brachten. Der Nachteil dieser Chips war allerdings, dass sie leicht gefälscht werden konnten. So war es Gang und Gäbe, dass zweifelhafte Zeitgenossen ihre eigenen Chips mit ins Spiel brachten und eine Partie mit mehr Chips endete als sie begann.
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, entwickelten die Produzenten erste Designs, um die Chips voneinander unterscheiden zu können. Die Motive waren eingraviert, geprägt, eingelegt oder wie auch heute noch üblich, als Sticker aufgeklebt. Chips aus Elfenbein wurden handgeschnitzt und mit aufwändigen Verzierungen versehen.

Chips aus Tongemischen wurden von verschiedenen Herstellern in den USA zwischen 1880 und den später 1930er Jahren hergestellt. Es dominierten die Farben weiß, blau, gelb und rot, jedoch konnte nahezu jede gewünschte Farbe geliefert werden.
Die hochwertigsten Pokerchips wurden zwischen 1907 und 1939 von der U.S. Playing Card Company in Cincinnati hergestellt. Unter dem Namen Crest & Seal brachte das Unternehmen einen Chip auf den Markt, der mit einem kreisrunden Druck versehen war, der wiederum in den gesamten Chip eingebettet war und anschließend komplett mit einem durchsichtigen Kunstharz versiegelt wurde. Zwischen 1940 und ca. 1985 wurde dieser Chip durch einen anderen Hersteller weiterproduziert und ist heute ein begehrtes Sammlerobjekt.

Bereits in den 1940er Jahren entdeckten die Hersteller die positiven Eigenschaften von Kunststoff. Chips für den normalen Alltagsgebrauch werden seither zumeist aus verschiedenen Verbundstoffen gefertigt, deren Haupteigenschaft eine lange Haltbarkeit ist.
Pokerchips aller Qualitäten werden heute meist in den USA und Fernost produziert. High End Chips, wie zum Beispiel die von Paulson, stammen aus den USA, die hochwertigen Chips von Matsui aus Japan.
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